Samstag, 14. Juni 2014

Neue Gradienten in JWildfire einfügen



Die gängigen Anleitungen zu den Farbpaletten in JWildfire (gradients) sind meist auf englisch und zudem unzureichend (z.B. nicht auf aktuelle JWildfire-Versionen angepasst). Daher gibt es hier eine bebilderte Anleitung:



  • Ordner "Gradients" anlegen  (auch anderer Name denkbar).


  • Speicherort: beliebiger Ort auf der Festplatte. Empfehlung: das Verzeichnis, wo das Programmpaket liegt.  Sie müssen  NICHT das Verzeichnis suchen, wo die internen Gradienten sind (built-in-Gradients). Denn JWildfire trennte sowieso die internen Gradienten und User-Gradienten.
  • In den "Preferences"(Menü-Windows-Preferences) den Pfad zu diesem Ordner eintragen, und zwar in der Zeile "tinaGradientPath" (rechts in das Feld doppelklicken, dann Pfad eingeben). Preferences speichern, und unbedingt JWildfire neu starten (wie immer, wenn man Preferences ändert)




 


Nach dieser nur einmal notwendigen Aktion können Sie jetzt entweder (a) Gradientendateien kopieren oder (b) mit JWildfire selbst eine Gradientendatei erstellen.

(a)
  • Gradientendatei in den Ordner kopieren.
    Kann sein: , .ugr, .map, aber auch png-Datei oder jpg-Datei
  • Unbedingt im Gradientenmenü den Button "RESCAN" drücken. 
  • Hinweis: bei einem Photo wird beim RESCAN die erste Zeile ausgelesen und zur Farbpalette gemacht.





(b)
  • Gradienten selbst erstellen: Innerhalb des Menüfeldes für Gradienten besteht die Möglichkeit, selbst Gradienten (Farbpaletten) zu erstellen und zu speichern. Möglich ist dabei auch das Auslesen der Farben aus einem aktuellen Flame. 
  • Das ganze klappte bei meiner Versin erst, wenn vorher irgendein Flame im Editorfenster geladen wurde oder geladen war. Beim Erststart von jwildfire und leerem Fenster kam es beim Kreieren neuer Farben zu Fehlermeldungen oder es passierte gar nichts.
  • Egal, ob Sie mit RANDOM oder EXTRACT FROM FLAME oder CREATE FROM IMAGE arbeiten - die sich ergebende Palette wird links angezeigt, und die Palette wird auf das aktuelle Flame (Fraktal) angewandt, sofern noch ein Flame im Editorfenster ist.
  • Die Möglichkeit zum Speichern ist etwas versteckt. Klick erst auf den GRADIENT-Button, es erscheinen jetzt zusätzliche Menüpunkte, u.a. ein Button "Save" . Dann wird der Gradient als .map-Datei gespeichert. RESCAN nicht vergessen, sonst erscheint er nicht in der Liste.



Hinweis: wer Fotos als flächige Texturen verwenden will, muss anders vorgehen, als mit dem Abspeichern von Fotos im Gradientordner. Denn hieraus kann JWIldfire zwar eine Farbpalette extrahieren und speichern, das ist aber eben nur ein Farbspektrum, nicht mehr.

Aus den Release-Notizen:

The following gradient formats are supported:
*.ugr (Ultafractal)
*.map (ApoMap)
*.jpg or *.png (Images which show a gradient, only the first row of such images is taken into account to construct the gradient)

Ein Tutorial von A. Maschke selbst: The Gradient Tab (allerdings zu einer älteren Version)
http://www.andreas-maschke.de/java/naomis_tutorials/tutorial05_gradient_editor.pdf